Vom Lüneburger Bahnstromumformwerk zum Hannoverschen Straßenbahnmuseum

Moritz

Einen sehr abwechslungsreichen und interessanten Familienurlaub verbrachten wir in diesem Herbst in der Lüneburger Heide. Zunächst stand für die Kinder natürlich der Besuch im Heidepark auf dem Programm, aber wir – das heißt vor allem meine Männer als leidenschaftliche Eisenbahn- und Straßenbahnfans – wollten auch das große Straßenbahnmuseum in Hannover anschauen und ein altes Bahnstromumformwerk besuchen.
Für mich als Frau ist das zwar nicht so interessant, doch ich freue mich auch für meinen Mann, wenn er unseren Söhnen was über Gleichstrom, Wechselstrom oder Bahnstrom, über Triebwagen und Frequenzumrichter beibringen kann. Dabei kommt er so ins Schwärmen, dass es schwer wird, ihn da wieder wegzubekommen. Doch wenn er erst mal auf seine Kosten gekommen ist, habe ich es leichter, ihn auch mal zu einem Shoppingbummel durch die Stadt oder einem Wellnesstag im Seminarhotel Hannover zu überreden.

Doch von dem Besuch in dem alten Bahnstromumspannwerk war auch ich sehr beeindruckt. In der riesigen Halle waren riesige Transformatoren, die den Strom für den Weg über lange Strecken umwandelten. Heute sind die Trafos in den Triebwagen integriert, sodass man keine Bahnstromumspannwerke mehr braucht. Aber da sieht man erst einmal, was alles nötig ist, damit sich so eine Bahn überhaupt bewegt. Normalerweise setzt man sich einfach in den Zug und freut sich, wenn die Reise losgeht und man pünktlich am Ziel ankommt. Wenn man erst einmal einen Einblick in die Geschichte und hinter die Kulissen der Bahnfahrt bekommen hat, betrachtet man so eine Fahrt in den Urlaub Lüneburger Heide gleich mit ganz anderen Augen. Auch unsere Jungen haben sich von dieser alten Bahntechnik begeistern lassen, haben viele Fotos gemacht und wollen darüber in einem Vortrag in der Schule berichten.

Dieser Urlaub in der Lüneburger Heide war einer unserer schönsten und interessantesten, obwohl es gar nicht so teuer war und wir auch gar nicht weit weg fahren mussten. Sicher werden wir noch oft die Urlaubsbilder unter der Markise auf dem Balkon betrachten und davon erzählen. Doch im nächsten Jahr suchen wir uns wieder ein anderes Ziel für einen Technik-Urlaub.

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